Pilzvergleich:

 

Trompetenpfifferling

Blutblättriger Hautkopf

 

Hasenröhrling

Hasenröhrling

 

HAsenröhrling

Hasenröhrling

 

Champignon

Champignons

 

Hautköpfe

Hautköpfe

 

Reizker

Reizker

 

Orange Seitling

Orange-Seitling

 

Hallimasch

Hallimasch

 

Hallimasch

Hallimasch

 

Hallimasch

Hallimasch

 

Frostschneckling

Frostschneckling

 

Schneckling

Frostschneckling

 

Austernseitling

Austernseitling

 

Samtfußrübling

Samtfussrübling

 

PILZVORSTELLUNG

 

In lockere Folge will ich hier interessante Pilze vorstellen. Diese Pilzvorstellungen ersetzen nicht den Blick in ein gutes Bestimmungsbuch.

 

April/Mai

Die Speisemorchel wachsen wieder! Leider kommen imme rnoch Verwechslungen mit der giftigen Frühjahrslorchel vor.

 

Lorchel Morchel ??

 

Also Vorsicht und ganz genau hinsehen: die Speismorchel besitzt eine wabenartige Hutoberfläche, während die Frühjahrslorchel einen gehirnartig gewundenen Hut besitzt. Beide können auch auf dem Rindenmulch, so wie er z.B. oft im Garten verwendet wird, vorkommen. Auch direkt nebeneinander!! Im Zweifelsfall also immer einen Pilzsachveständigen befragen. (Das spart vorerstmal die Beerdigungskosten)

 

 

Dezember

 

Judasohr

 

An alten, toten Holunderstämmen wächst jetzt auch noch das Judasohr, das auch Holunderschwamm genannt wird. Es ist blanchiert als Salatpilz essbar, oder gekocht in der fernöstliche Küche zu verwenden. Er kann bis 12 cm breit werden.

 

Rotbrauner Zitterling

 

Überwiegend an toten Buchen ist der Rotbraune Zitterling zu finden. Verwendet wird er , ebenso wie der folgende Eispilz, kurz blanchiert, als oder im Salat.

 

Eispilz

 

Wenn es anfangs Dezember noch nicht zu kalt ist, wächst an Nadelholzstümpfen (überwiegend an Fichte) der Eispilz, auch Zitterzahn genannt.

 

Natürlich gibt es für diese Pilze auch ungeniessbare "Doppelgänger", also Vorsicht!

 

SEPTEMBER

 

Aufgrund der relativ trockenen Wetterlage ist mit den Pilzen nicht viel los. Aber: a bissl was geht immer...

 

So finden wir vorzugsweise an feuchten, moos-

bewachsenen Stellen im Nadelwald (auch im Laub-/Nadelwald) Trompetenpfifferlinge und Gelbstielige Trompetenpfifferlinge.

 

Manchmal werden sie auch als Kraterellen bezeichnet. Geschmacklich können sie mit Pfifferlingen nicht mithalten, aber es sind gute Speisepilze, die sich auch trocknen und zu Pilzpesto verarbeiten lassen.

 

Aber Vorsicht: An selber Stelle können auch die giftigen  Blutblättrigen Hautköpfe wachsen, die fast immer einen kleinen Buckel auf dem Hut haben.

 

Die Lamellen sind zinnober- bis dunkelblutrot. Bei den Trompetenpfifferlingen ist der Hut trichterförmig bis genabelt und der Stiel ist hohl.

 

 

Der Hasenröhrling kommt im Mischwald vor, gern bei Kiefern und Eichen, vorallem auf Sandböden, von Juli bis Oktober. Der relativ seltene, Pilz steht in der Roten Liste als "stark gefährdet".  Also, auch wenn er essbar ist und gut schmeckt, sollten wir ihn schonen!


Der auffällig kastanienbraune Hut verblasst im Alter etwas. Seine zuerst grauweißen Röhren färben sich im Alter zu blassem Gelb, am Stiel sind sie tief ausgebuchtet angewachsen. Auf Druck verfärben die Röhren sich nicht. Daher ist er auch leicht von den Maronen zu unterscheiden.

 

Der feste Stiel hat dieselbe Farbe wie der Hut, ist voll, wird mit zunehmenden Alter innen schwammig und auch gekammert hohl. Das Fleisch ist weißlich, brüchig und härter, als das Fleisch anderer Röhrlinge, riecht angenehm und schmeckt mild, nussartig.


Aber wir wollen ihn ja nicht ernten, sondern ihn nur ansehen und uns freuen, eine Seltenheit entdeckt zu haben

 

Champignon

 

Also, Champignons müssen nicht nur weiß sein! Mit rötendem Fleisch gibt es z.B. den Wald-Champignon, der auch Kleiner Blut-Egerling genannt wird. Er ist genauso essbar, wie der bei Druck und Verletzung gelb verfärbende Anis-Champignon. Dieser riecht und schmeckt deutlich anisartig. So kann man ihn am Besten von seinem giftigen Doppelgänger; dem widerlich riechenden Karbol-Champignon unterscheiden.

 

Hautkopf

 

Wenn die Hautköpfe auch nicht essbar sind  -  sie erzeugen heftige Verdauungsstörungen  - so sind sie doch beliebte Motive für Fotografen.

Das Bild zeit den Gelbblättrigen und den Blutblättrigen Hautkopf, sowie den Zimthautkopf.

 

Reizker

 

Drei Reizker auf einen Schlag: Der essbare, leicht bittere Fichtenreizker mit der karottenroten Milch. Er wächst dort, wo Fichten in der Nähe stehen.
Dann der weiß milchende, giftige Birkenreizker mit den fleischrosa Hut.

Und ganz rechts auf dem Foto ist die weiße Form des Birkenreizkers zu sehen. Beide haben die Birke als Symbiosepartner.

 

Orange-Seitling

 

Wer die Augen offen hält und auch noch Glück hat, findet am morschen Buchenholz den seltenen Orange-Seitling. In der Literatur wird er als essbar, aber auch als ungenießbar beschrieben. Egal: anschauen, stehen lassen und freuen.

 

 

Hier geht es zum Pilz Pesto

 

Oktober

 

Hallimasch

 

Der Hallimasch wächst überwiegend  an Nadelholzstümpfen und toten oder kranken Nadelbäumen. Doch man findet ihn auch an totem oder krankem Laubholz, besonders an der Eiche.
Auffallend an dem hell - bis dunkelbraunem Lamellenpilz ist der Ring und die Schuppen an Hut und Stiel. Häufig sieht man auch weißes Sporenpulver auf den Hüten.
Der Pilz ist essbar und schmeckt so richtig "pilzig". Roh ist er giftig. Versuche haben gezeigt, das Schweine, die den Hallimasch roh fraßen, verendeten. 15 - 20 Minuten kochen und das Kochwasser wegschütten ist tidas einzig Wahre.
Sollte man ihn zu kurz kochen, dann kommt es zu dem berühmten "Hall/im/asch". Das wäre die eine Version zu diesem Namen.
Die andere sagt folgendes aus: Vom  Mittelalter bis hin ins vorletzte Jahrhundert wurde der Pilz als innerliches und äußerliches Mittel gegen Hämorriden verwendet . Daher der althochdeutsche Name "Heil/im/asch", also Hallimasch. Mehr über diesen Pilz und den Verwechslungsmöglichkeiten erzähle ich auf meinen Pilzführungen.

 

November

 

Frostschneckling

 

Der Frostschneckling ist ein relativ kleiner Pilz bis 5cm Hutdurchmesser, mit entfernt stehenden, leicht herablaufenden weissgelblichen Lamellen. Der Hut ist braun bis ockerfarben und hat in der Jugend den typischen, kleinen Buckel. Der Stiel läuft zur Basis hin spitz zu, ist gelblich bis orange gefärbt. Er wächst nur bei Kiefern oder in Mischwäldern mit Kiefern. Ich muss es nochmal sehr deutlich sagen: Fotos von Pilzen , ohne professionelle Bestimmung, sind keine Essensfreigabe!

 

Austernseitlinge

 

An Laubbäumen wachsen jetzt auch die Austernseitlinge, die im Gemüsehandel auch als Kalbfleischpilze verkauft werden.

 

Samtfussrüblinge

 

Und im Dezember kommen dann die schmackhaften Samtfussrüblinge dazu. Also - die lange Leiter aus dem Schuppen holen und dann rauf auf die Bäume zum Schwammerl pflücken, auch wenn es kalt ist und der Schnee fällt. Die vorbeikommenden Winterwanderer werden Euch angucken wie ein Irrenarzt seine Patienten - einfach ignorieren. Es gibt nix besseres als flambierte Samtfussrüblinge zu Weihnachten.